Pressemitteilung: Es gibt jetzt Wichtigeres!

Am Freitag, den 20.9.2019, ist weltweiter, globaler Klimastreik.

Die Bäckerei Stemke hat intensiv überlegt, wie sie diesen Klimastreik am besten unterstützen kann. „Schließlich haben wir uns dazu entschieden, nicht zu schließen, sondern die Einnahmen zwischen 11:00 Uhr und 13:00 Uhr für Klimaprojekte zu spenden. Wer also zu uns einkaufen kommt, anstatt auf dem Marktplatz zu demonstrieren, der finanziert Solaranlagen für Familien in Entwicklungsländern.“, so der Bäckermeister der traditionellen Handwerksbäckerei.

Solarsysteme für Familien in Bangladesch. Foto: ANDHERI HILFE e.V.
Solarsysteme für Familien in Bangladesch. Foto: ANDHERI HILFE e.V.

Die Familien bekommen dann die Energie für das Licht ihres Zuhauses kostenlos und CO2-frei von der Sonne geliefert. Teures, gesundheitsschädliches Petroliumlicht gehört der Vergangenheit an und es gibt eine eigene Stromquelle im Haus. Das spart jährlich 600 kg CO2, pro Anlage. Ein Haus zu versorgen kostet um die 40 Euro.

Auch die Bäckerei in der Schmiedgasse wird CO2-frei mit Strom versorgt, auch wenn die Stadt Solarzellen auf dem Dach verbietet. Der Strom kommt aus Wasserkraftwerken. Die einzige CO2-Quelle ist derzeit noch der Backofen. Der heizt mit Erdgas, die umweltfreundlichste der klimaschädlichen Energiequellen. „Derzeit prüfen wir Alternativen. Mit Holzpellets wollten wir aber nicht heizen, da die Stadt derzeit beim Verkehr immer noch auf Individualverkehr mit Verbrennungsmotoren setzt und damit die Luft in der Kessellage schon schlecht genug ist.“, ergänzt Jürgen Stemke, der Bruder des Gmünder Bäckers – ein echter Familienbetrieb.

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https://www.youtube.com/watch?v=uT3wn6OZOwM

PS: Wenn ihr auch was Gutes fürs Klima tun wollt, ihr könnt bei uns für Solaranlagen oder Biogasanlagen spenden oder euch direkt an unseren Partner ANDHERI HILFE e.V. wenden und eigene Aktionen durchführen. Schon für 42 € gibt es eine Solaranlage. Für 67 € erhält eine Familie eine Biogasanlage für Gas zum Kochen. Bäume umhauen und das rußige Feuer von Holz gehören der Vergangenheit an.

Hintergrund

  • Dass es den Treibhauseffekt gibt, wissen wir seit 1824.
  • Dass dafür das CO₂ verantwortlich ist, wissen wir seit 1856.
  • Wie man einen Klimawandel berechnet, wissen wir seit 1896.
  • Erstmals in Messungen nachgewiesen wurde der Klimawandel in den 1930er Jahren.
  • Internationale Konferenzen zum Klimaschutz gibt es seit 1969.

Dass es auf natürliche Weise Jahrtausende braucht, um ein „Zuviel“ an CO₂ aus dem Kohlenstoffkreislauf wieder zu entfernen, und dass die Industrialisierung deshalb nur temporär auf der Verbrennung fossiler Rohstoffe basieren darf, wissen wir seit bald 125 Jahren. Genug Zeit, um auf nachhaltige, CO₂-freie Prozesse umzusteigen, so könnte man meinen. Die Menschen haben es nicht getan. Die Kosten dafür werden heute etwa ähnlich hoch geschätzt, wie die Kosten für die Bankenkrise 2007. Was wohl wäre, wäre der Planet Erde systemrelevant…

  • Dass wir 1987 das „Zuviel an CO₂“ überschritten haben, wissen wir seit 2008.

Coffee to Go – Ohne Müll

Coffe to Go - im Mehrwegbecher. Der Becher ist aus spülmaschinenfestem Kunststoff und kann zu 100% recycelt werden.

Die Bäckerei Stemke ist ab dem 24.6. wieder aus dem Urlaub zurück. Mit ihr neue und frische Ideen für Gmünd!

Schon seit 2010 setzt die Bäckerei Stemke auf hochwertigsten Kaffeegenuss aus ökologischem Anbau.

Ab sofort bietet die Bäckerei Stemke wiederverwendbare Kaffeebecher zum Mitnehmen gegen Pfand an. Dazu hat sich die Bäckerei dem Recup-System angeschlossen. Für 1 € Pfand bekommt man einen Becher, den man an jedem teilnehmenden Betrieb wieder gegen einen frischen Becher tauschen kann, oder man erhält den Euro zurück. Passend dazu gibt es für € 1,30 einen Deckel.

„Seit mehreren Jahren überlegen wir, wie man mit dem Müll umgehen kann, der beim Coffee to Go entsteht.“, erklärt Bäckermeister Frank Stemke das Problem. Die Überlegungen gingen vom Anbieten hochwertiger Thermosbecher aus Edelstahl bis zu Pfandsystemen wie dieses von Recup.

Bei Recup machen inzwischen immer mehr Städte und Regionen in ganz Deutschland mit. Ab dem Spätsommer steigt Stuttgart in das System ein. Ebenfalls dabei sind Geschäfte im Rems-Murr-Kreis, Böblingen, Reutlingen, Schwäbisch Hall oder Nördlingen und in ganz Deutschland.

Das System ist speziell auf Getränke zugeschnitten und kann das Gmünder System zu Pfandgeschirr bei Imbissbetrieben entsprechend ergänzen.

Die Bäckerei Stemke ruft alle Anbieter von Kaffee zum Mitnehmen dazu auf, ebenfalls mit einzusteigen. Ein System funktioniert dann am besten, wenn möglicht viele mit machen. Ohne System geht es nicht. Für die Region um Schwäbisch Gmünd sind inzwischen auch Becher mit einem regionalen Design im Gespräch.

Wer nach wie vor einen Wegwerfbecher mit Wegwerfdeckel haben möchte, der bekommt das auch. Allerdings werden die Kosten an den Kunden weiter geben. Wer seinen eigenen Becher hat, der spart pro Kaffee 10 bis 15 Cent.

„Auch wenn der Kunde seinen eigenen, sauberen Becher mit bringt, können wir den selbstverständlich ebenfalls einfach auffüllen, so wie wir das heute schon bei Backwaren machen, denn immer mehr Kunden wollen Backwaren und Brote unverpackt einkaufen.“, rundet der Bäckermeister das neue Kaffeeangebot ab, „Das ist ein weiterer, wertvoller Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz bei ihrem Bäcker.“

Coffe to Go - im Mehrwegbecher. Der Becher ist aus spülmaschinenfestem Kunststoff und kann zu 100% recycelt werden.
Coffe to Go – im Mehrwegbecher. Der Becher ist aus spülmaschinenfestem Kunststoff und kann zu 100% recycelt werden.

Urlaub 2019

Wir machen Urlaub!
Vom 17. Juni bis 23. Juni.

Ab dem 24. Juni sind wir wieder da, mit unseren leckeren Backwaren und frischen Ideen.

Wir freuen uns drauf!

Leckere Croissants

Ab und zu sprechen uns Kunden an, warum bei uns einige Produkte etwas mehr kosten als bei manchen anderen Bäckern oder im Supermarkt.

Die Bäckerei Stemke ist eine traditionelle Handwerksbäckerei. Da kommt nichts aus der Fabrik.

Wir produzieren unsere Waren selbst und in Handarbeit in der eigenen Backstube, direkt hinter dem Laden. Wenn man dort den Hals etwas reckt, dann kann man uns beim Backen zu sehen.

Neben der handwerklichen Qualität legen wir auch hohen Wert auf wertvolle Rohstoffe und Zutaten.

Unser Croissant ist nicht nur einfach ein Croissant.

Das Croissant backen wir mit echtem französichem Weißmehl, echter Butter und viel frischer Milch. Das sorgt für den geschmeidigen Geschmack eines kurzen Urlaubs in Frankreich.

Der Teig wird bei uns aufwendig gefaltet. So entstehen mehrere Lagen aus echter Butter und feinstem Teig. Das sorgt für das luftige Aufblättern beim Backen und das einzigartige Aroma unserer Croissants. Schmeck doch mal rein und verliebe dich. 😍

PS: Auch unser Spitzbaguette backen wir aus Weizen aus Frankreich. Das Schmeckt man einfach. ❤️

Brotprüfung 2019

Bei der Brotprüfung 2019 hat die Bäckerei Stemke wieder sehr gut abgeschnitten.

Jeder Bäcker durfte mit 12 Broten oder Brötchensorten an der Prüfung teil nehmen. Geprüft werden alle backtechnischen Aspekte, von der Beschaffenheit der Krume bis zum Geschmack.

Die Bäckerei Stemke hat mit 11 Broten und dem Stemke-Briegel teil genommen. Dabei wurde 9 x das Prädikat „sehr gut“ errreicht. Diese Auszeichnung erhalten nur Backwaren, die die Prüfung gänzlich ohne Fehler bestehen.

Wurde ein Produkt mindestens 3 Jahre in Folge mit „sehr gut“ bewertet, wird dieses mit einer Goldmedaille prämiert.

Die Bäckerei Stemke hat damit in diesem Jahr 6 Goldmedaillen errungen, für langjährige, hervorragende Backqualität.

Damit zählt die Bäckerei Stemke zu den besten Bäckern der Region.
… mein Bäcker !

Brotprüfung 2019: 9 x sehr gut 3 x gut 6 Goldmedaillen für jahrelange sehr gute Brotqualität. Eine Goldmedaille mehr als im Vorjahr
Brotprüfung 2019:
9 x sehr gut
3 x gut
6 Goldmedaillen für jahrelange sehr gute Brotqualität. Eine Goldmedaille mehr als im Vorjahr

Links

Pressemitteilung: Preisanpassung 2019

Die Bäckerei Stemke muss ab dem 1.5.2019 ihre Preise anpassen.

Unsere letzte Preisanpassung war in 2017. Obwohl in 2018 sowohl die Lohnkosten gestiegen sind, wie auch aufgrund der Dürre die Rohstoffpreise deutlich angezogen haben, haben wir diese Mehrkosten 2018 nicht an die Kunden weiter gegeben. 2018 hatten wir in Europa aufgrund der Dürre einen Ernteausfall von 6%. In Süddeutschland sind in der Folge die Preise für Brot-Weizen und Brot-Roggen zunächst um 10% angestiegen.[1] Die Preise für Brot und Getreideprodukte sind in Deutschland um 6,3% gestiegen.[2]

In 2019 manifestiert sich die Dürre für die Ernteperiode 2018/2019 mit einem globalen Ernteausfall von 6%. Das bedeutet, die Menschheit erntet weniger als sie benötigt. Nach 2012/13 ist dies das zweite globale Getreide-Defizit seit Beginn der Aufzeichnungen. Seit Beginn der Saison 2018/2019 ist der Getreidepreis um bis zu 16% gestiegen und liegt 21% über dem 3-Jahres-Mittel.[3] Zudem sind auch die Energiekosten sehr deutlich gestiegen.

Ebenfalls läuft der Tarifvertrag im Bäckerhandwerk in 2019 aus. Ein erneuter Anstieg der Lohnkosten ist zu erwarten. Wir sind eine Bäckerei, die sich an den Tarifvertrag hält. Der Tarifvertrag ist im Bäckerhandwerk nicht bindend. Wenn Sie uns unterstützen, unterstützen sie auch eine faire Bezahlung unserer freundlichen Angestellten.

Wir kommen aus den genannten Gründen leider nicht umhin, die Preise entsprechend anzupassen. Wir versuchen dies so moderat wie möglich und bitten um Ihr Verständnis. Der Klimawandel ist in Ihrer Bäckerei angekommen.

Was unternimmt die Bäckerei Stemke, um dieser Entwicklung entgegen zu wirken?

Wir nutzen 100% CO2-freien Strom aus erneuerbaren Energieträgern (OK-Power-Wasserkraft). Wir würden gerne darüber nachdenken, Strom auf unseren Dächern zu ernten, doch dies lässt die Stadt Schwäbisch Gmünd nicht zu. Noch ist der Erhalt des Erscheinungsbilds der historischen Bausubstanz wichtiger als dessen Schutz, der Schutz des Planeten und die Zukunft der Menschheit.

Wir nutzen Erdgas um unseren Ofen zu befeuern. Dadurch belasten wir leider die Atmosphäre mit fossilen CO2-Abgasen aus einem fossilen Energieträger und treiben damit die globale Erwärmung weiter an. Allerdings nutzen wir einen energieeffizienten Steinofen mit mehreren Regelkreisen, der im Gegenzug mehr Arbeitsaufwand durch die Bäcker erfordert, aber auch ein besseres Backergebnis liefert, als zum Beispiel bei Bäckern sehr beliebte Stikkenöfen.

Beim Bau unseres Ofens vor einigen Jahren haben wir den Betrieb als klimaneutralen Holzofen über Pellets in Erwägung gezogen. Da die Luftqualität im Talkessel von Schwäbisch Gmünd jedoch nicht sehr gut ist, weil immer noch viele Fahrzeuge mit fossilen Kraftstoffen betrieben werden, haben wir uns dagegen entschieden. Dazu kommen noch erhebliche Aufwände für Anlieferung des Brennstoffs und die Entsorgung der Asche.

Für besonders bewusste Kunden bieten wir Brote und Brötchen mit vollem Korn aus Demeter-Anbau an. Das Korn wird hier in biodynamischer Wirtschaftsweise ohne künstliche Düngung oder Schädlings- und Unkrautbekämpfung angebaut. Dies klappt mit der richtigen Wirtschaftsweise so gut, dass unser Bauer dazu an gibt, dass er mit seinen Bio-Feldern weniger Probleme habe, als seine konventionellen Nachbarn.

Auch haben wir schon vor Jahren alle Kaffeesorten und Kaffee-Milchprodukte in unserem Café auf Kaffee mit Bio-Prüfsiegel umgestellt.

Mehr dazu finden Sie auf unserer Homepage: https://www.stemke.gd/klimaschutz/ bzw. https://www.stemke.gd/demeter/

Ihr Bäckermeister
und das gesamte Team.

Hintergrund

  • Dass es den Treibhauseffekt gibt, wissen wir seit 1824.
  • Dass dafür das CO₂ verantwortlich ist, wissen wir seit den 1860ern.
  • Wie man den Klimawandel berechnet, wissen wir seit 1896.
  • Dass wir eine Energiewende brauchen, wissen wir seit 1896.
  • Dass die Katastrophe 1000e bis 100000e Jahre andauern wird, wenn wir die Energiewende verpassen, wissen wir seit 1896.
  • In Messungen nachgewiesen wird der Klimawandel seit den 1930ern.
  • Konferenzen zum Klimaschutz gibt es seit den 1960ern.
  • Wirksamen globalen Klimaschutz gibt es noch nicht.
  • Umgesetzt sein müssen hätte der Klimaschutz möglichst zur Jahrtausendwende oder davor.

Dass es auf natürliche Weise Jahrtausende braucht, um ein „Zuviel“ an CO₂ aus dem Kohlenstoffkreislauf wieder zu entfernen, und dass die Industrialisierung deshalb nur temporär auf der Verbrennung fossiler Rohstoffe basieren darf, wissen wir seit bald 125 Jahren.

Quellen:

Download

PDF: Bäcker Stemke – Pressemitteilung – Preisanpassung 2019